Lot 7537 Limit € 100
Zinnflachfiguren, farbig von Hand fein bemalt, Darstellung Freiberger Silber-Bergparade um 1820/30, Fertigung vom Freiberger Zinngießer Gustav Adolph Väterlein (1839-1905) um 1875 unter Verwendung alter Formen von Pilz und Bruck, vereinzelt auf dem rechteckigen Sockel signiert VÄTERLEIN und handschriftlich nummeriert (Modellnummer), Figurenhöhe ca. 6,5 cm, Originalbemalung mit wenigen min. Farbablösungen, dazu alte handschriftliche Figurenlegende, bestehend aus über 100 Einzelfiguren, zwei Berghauptmänner zu Pferd und ein Paukenschläger als Dreiergruppe, ein Fahnenträger leicht besch., ansonsten für das Alter ein guter Allgemeinzustand, seltenes Sammlerobjekt in dieser Zusammenstellung und Reichhaltigkeit, auch für die Bestückung der erzgebirgischen Pyramide geeignet, Carl Gottfried Daniel Bruck fertigt ab 1850 Zinnfiguren, die Formen dazu graviert er selbst, sein Stiefsohn Gustav Adolph Väterlein, dessen Vorfahren Bergleute waren, lernt bei ihm von 1854 bis 1858, nach dem Tod von Carl Gottfried Daniel Bruck leitet die Witwe Johanne Christiane Bruck den Betrieb weiter, Gustav Adolph Väterlein übernimmt am 20. November 1873 die Werkstatt, er gilt als sehr erfahren, er war vorher mehrere Jahre in Berlin und Dresden und hat auch in der Firma von Carl Woldemar Pilz gearbeitet, er fertigt ebenfalls Zinngerät, vor allem aber Beschläge und Zinnfiguren nach Übernahme der Formen von Carl Friedrich Pilz und Carl Gottfried Daniel Bruck und gravierte selbst auch Gußformen für Zinnfiguren